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Der Neubau des Mehrfamilienhauses an der Kleiststraße in Hahn in einer Computersimulation. Die Wohnungen werden über einen Laubengang erschlossen, die beiden Wohnungen im Dachgeschoss haben Dachterrassen.

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HAHN - (mg). Bäume und Sträucher sind abgeholzt, das Gelände planiert, ein Kanal umgelegt. In dieser Woche soll mit dem Bau eines Zwölf-Familienhauses an der Ecke Kleist-/Aarstraße in Hahn begonnen werden. Die Kommunale Wohnungsbau GmbH Rheingau-Taunus investiert in den Neubau, der im Mai 2015 bezugsfertig sein soll, knapp drei Millionen Euro.

Das Vorhaben wird öffentlich gefördert. Die Stadt Taunusstein gibt 120 000 Euro dazu, die WI-Bank Hessen 924 000 Euro. Dies hat eine sogenannte „verbundene Belegung“ zur Folge, erläuterte KWB-Geschäftsführer Ditmar Joest beim traditionellen Spatenstich. Zwar werden die zwölf neuen Wohnungen auf dem freien Mietmarkt angeboten, doch die Stadt Taunusstein bekommt Belegungsrechte für bereits bestehende Wohnungen der KWB in Taunusstein. In diese Sozialwohnungen können dann Menschen mit Wohnberechtigungsschein einziehen. Allein in Taunusstein hat die KWB gut 460 Wohnungen.

„Günstig bauen geht nicht mehr“, verweist Joest auf die vielen Vorgaben und Bestimmungen, die eingehalten werden müssen. Zudem ziehe der Markt an, die Baufirmen hätten viel zu tun, die Preise seien entsprechend hoch. Da die KWB grundsätzlich nie mit einem Generalunternehmer arbeitet, wird versucht, möglichst viele Aufträge an Betriebe in der Region zu vergeben.

9,90 Euro pro Quadratmeter

Der Neubau an der Kleiststraße wird barrierefrei sein, die zwölf Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern und 65 bis 115 Quadratmetern Fläche sind mit einem Aufzug angeschlossen. Energieeffizienz wird groß geschrieben, Heizung und Warmwassererzeugung erfolgen über eine Pelletheizung. Zwölf der 19 Autostellplätze werden in einem Tiefgeschoss untergebracht, das gebe die Topografie des Geländes her, so Joest, „und das Blech ist von der Straße weg“.

Die Nettokaltmiete wird 9,90 Euro pro Quadratmeter betragen. Damit liege man „ziemlich an der Obergrenze für Neubauten“, gibt Joest zu. Doch die Nachfrage in Taunusstein sei sehr hoch, was auch Bürgermeister Sandro Zehner (CDU) bestätigte. Zum Teil werde für Bauland 100 Euro über den Bodenrichtwerten bezahlt. Was auch die Pläne der Stadt nicht gerade vereinfacht. Die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern über die Ausweisung von Bauplätzen über das städtische Bodenbevorratungsprogramm werden immer schwieriger, so Zehner.

Im Juni will die KWB einen weiteren Neubau in der Dresdener Straße in Wehen beginnen. Dort sollen weitere 14 Wohnungen entstehen.

Übrigens: Der Taunussteiner Bürgermeister ist wieder Mitglied im Aufsichtsrat der KWB. Als Taunusstein vor einigen Jahren seine Anteile an der KWB verkaufen wollte, hatte der Aufsichtsrat verschnupft reagiert und Zehners Vorgänger aus dem Aufsichtsrat geworfen. Diese Entscheidung wurde jüngst korrigiert. Immerhin ist Taunusstein der drittgrößte Anteilseigner der KWB.

Quelle: Wiesbadener-Kurier


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