Tag der Architektur 2014 in Idstein

 „Architektur bewegt“ am Beispiel der kwb-Neubauten in der Wörsbachaue

Foto: wita/Martin Fromme

„Architektur bewegt“, hieß das diesjährige Motto der Architektenkammer für den „Tag der Architektur“, der vor 20 Jahren ins Leben gerufen wurde. Architekten und Bauherren bot sich die Möglichkeit, interessierten Menschen ihre Bauprojekte näherzubringen. Im Hahnenstück 8, 10, 12, 14 öffnete die Kommunale Wohnungsbau GmbH (KWB) zusammen mit den Architekten Traut und Krings aus Bad Camberg die Pforten. Im Bild KWB-Geschäftsführer Ditmar Joest sowie die Architekten Frank Krings und Michael Traut.

An der Idsteiner Wörsbachaue ist ein neues Quartier mit 20 Wohneinheiten geschaffen worden, das durch moderne, geradlinige und funktionale Ausstattungsmerkmale ein lebendiges und zukunftsfähiges Viertel hat entstehen lassen. Das familiäre, idyllische Gefühl des Ensembles wird an diesem Besuchstag durch den Sektempfang im Pavillon mit Streuselkuchen, Fleischwurst und frischen Brezeln auf der Aue unterhalb des Radwegs betont. Drei Mieterfamilien öffneten bereitwillig ihre Türen und freuten sich, den Besuchern und Vermietern ihr frisch bezogenes Zuhause zeigen zu können.

Bauliche Kniffe

Jede der fünf Parteien pro Wohneinheit hat einen eigenen Eingang. „Auf diese Weise hat man das Gefühl, ganz alleine zu wohnen“, erläuterte Architekt Michael Traut. Die Grundrisse der 52 bis 106 Quadratmeter großen Wohnungen wurden schachtelförmig wie bei einer Windmühle angeordnet.

Die größeren Loftwohnungen bieten offene Dachterrassen mit einem 25 Quadratmeter großen Holzboden Richtung Süden. Durch ein viereckiges Glaskuppelfenster wird die schmale Betontreppe in einen hellen Lichtkegel am Treppenaufgang getaucht.

Die neun Meter hohen Wohnquader im Bauhausstil zeichnen sich vor allem durch ihre moderne, geradlinige Architektur aus. Die Haustüren sind raumhoch und fallen in der weißen Außenfassade kaum auf. Bodentiefe Panoramafenster im Osten und Süden geben den Blick auf die ruhige, unverbaubare Wörsbachaue frei.

Die Wohnungen haben alle Parkettfußböden, breite Badezimmerspiegel, wartungsarme Alufenster, eine kontrollierte Wohnraumlüftung, eine etwa 16 Zentimeter dicke Wärmedämmung, Wände aus Kalksandstein sowie besondere Schallschutzschichten. Der zweite Bauabschnitt der Kommunalen Wohnungsbau GmbH hat eine genehmigte Förderzusage vom Land bekommen. Der Bau der Zweigeschosswohnungen im Hahnstück soll 2015 beginnen und bekommt einen ganz anderen Baustil. Hier werden Wohnwürfel entstehen, die beim Häuserschnittpunkt ein Treppenhaus mit Aufzug haben und ein barrierefreies Wohnen zulassen. An den Ecken werden Loggien gebaut und es gibt eine Tiefgarage mit rund 30 neuen Stellplätzen. Die 25 neuen Wohneinheiten werden Nutzungsgrößen von 60 und 100 Quadratmetern haben.

Die Architekten Gerhard Guckes und Kollegen präsentierten den von ihnen entworfenen Erweiterungsbau des Pestalozzigymnasiums sowie ein von ihnen geplantes Einfamilienhaus.

Quelle: Wiesbadener Tagblatt

 

 

 

 


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